Wilhelmshaven

Wilhelmshaven: Oberbürgermeister Menzel zum JadeWeserPort

Oberbürgermeister Eberhard Menzel hat noch einmal unterstrichen, dass der JadeWeserPort und das Eurogate Containerterminal Wilhelmshaven einen herausragenden Entwicklungsschub in Wilhelmshaven auslösen wird. Dies folgt auch der Erkenntnis, dass der Trend weitergehen wird zu den großen Containerschiffen, mit denen Maersk jetzt in eine neue Dimension von Schiffen mit einer Tragfähigkeit von je 18.000 Containereinheiten vorstößt. Diese Schiffe werden nur in Wilhelmshaven anlegen können, nur der JadeWeserPort bietet schnelle, kurze und radargesicherte Anfahrtswege, dies wird in Wilhelmshaven 24 Stunden gewährleistet. Damit eröffnet sich, so Menzel, die einzigartige Chance, Wilhelmshaven im Wettbewerb mit Konkurrenzhäfen in Europa auf mittlere und lange Sicht zu positionieren – welcher Hafenstandort an der europäischen Küste hat diese einzigartigen Standortvorteile einschließlich der freien und verfügbaren Flächen hinter dem JadeWeserPort.

Auch deshalb hat der Oberbürgermeister kein Verständnis zu Äußerungen, die eine zweite Ausbaustufe des JadeWeserPort für zu früh erachten. Wilhelmshaven hat ein unbedingtes Interesse daran, dass bereits jetzt die erforderlichen Planungsprozesse eingeleitet werden, die für die Realisierung der zweiten Stufe des Hafens erforderlich sind. Menzel vertritt auch die Auffassung, dass es in Zeiten einer sich weiter verfestigenden und unaufhaltsamen Globalisierung weltfremd wäre, hier außereuropäische Interessenten von vornherein auszuschließen. In welcher Form und in welcher Höhe welcher Beteiligung so etwas vorstellbar ist, wäre dann zu prüfen.

Natürlich müssen, so Menzel, ab Inbetriebnahme des Hafens die verkehrlichen, logistischen Voraussetzungen für eine Anbindung an das bundesdeutsche Fernverkehrsnetz vorhanden sein. Die Autobahn wird zur Inbetriebnahme fertig sein, damit der direkte Anschluss an das bundesdeutsche Autobahnnetz, ein Alleinstellungsmerkmal, das in dieser Form kein anderer Hafen hat. Auch das Thema der Schienenanbindung muss bis 2012 erledigt sein, die zweigleisige Strecke von Wilhelmshaven nach Oldenburg muss fertig gestellt sein, die Elektrifizierung einschließlich des Lärmschutzes an der Strecke muss dem folgen.

Gleichzeitig spielt die Logistik eine ganz erhebliche Rolle, ein Logistikcluster ist Garantie für eine hohe Wertschöpfung, die Logistikkomponenten müssen in Wilhelmshaven sein, der Hafen darf nicht ein Ergänzungshafen und Überlaufventil für andere Häfen sein.

Für Menzel ist das Jahr 2011 ein Jahr der Weichenstellungen, mit Vermarktung der Flächen in der Region, dazu gehört für Wilhelmshaven die Begleitung der Aktivitäten der JadeWeserPort-Logistikzone und Eurogate, auch deshalb sei die Roadshow, die es bis jetzt in verschiedenen südostasiatischen Standorten gibt, der richtige Weg. Die Stadt, die zu dieser Roadshow eingeladen war, wird diese leider nicht begleiten können, allerdings weiß Menzel die Interessen der Stadt bei Detlef Breitzke, dem Geschäftsführer der JadeBay-Entwicklungsgesellschaft, sowie Rüdiger Beckmann, dem Vertriebsleiter der JadeWeserPort-Logistikzone, in besten Händen. Diese werden auf der Roadshow die Interessen der Stadt vertreten, Beckmann war bereits im vergangenen Jahr mit Oberbürgermeister Eberhard Menzel in Quingdao gewesen. In der Liste der Top 10 weltweiten Containerhäfen steht Quingdao übrigens auf Platz 9 mit mittlerweile 12 Millionen umgeschlagenen Standardcontainern in 2010. Dies, so Menzel, zeige die Dimensionen auf, in die Wilhelmshaven mit dem JadeWeserPort und dem Eurogate Containerterminal Wilhelmshaven hineinstoßen will.

© wilhelmshaven.de / Wilhelmshaven, 25. Februar 2011; Bild: RainerSturm / pixelio.de

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