Rekordwochenende – danke für 3.000 gefällt-mir-Angaben

Am vergangenen Wochenende hat es viele Menschen an die Nordseeküste gezogen. Grund dafür waren wohl hauptsächlich die beiden Sturmtiefs „Elon“ und „Felix“. Mit einher zogen angekündigte Sturmfluten, die sich aber gerade in Dangast in Grenzen gehalten haben. Am stärksten war die Sturmflut in der Nacht zum Sonntag. Auf Norderney lief das mittlere Tidehochwasser etwa zwei Meter höher auf und am Festland wurde diese Marke zum Teil deutlich geknackt. In Otterndorf wurden 2,72 Meter gemessen und am Emssperrwerk bei Gandersum 2,66 Meter. „Rekordwochenende – danke für 3.000 gefällt-mir-Angaben“ weiterlesen

Die Nordsee

Mit einer Fläche von rund 575.000 Quadratkilometer und einer durchschnittlichen Tiefe von 94 Meter hat die Nordsee ein ungefähres Wasservolumen von rund 54.000 Kubikkilometern. Von Norden nach Süden dehnt sie sich 1.120 Kilometer weit aus und von Osten nach Westen knapp 1.000 Kilometer. Begrenzt wird die Nordsee von Großbritannien im Westen, Norwegen im Nordosten, Dänemark im Osten, Deutschland im Südosten, den Niederlanden im Süden sowie Belgien und Frankreich im Südwesten. Bis auf die Meeresengen beim Skagerrak und beim Ärmelkanal wird die Nordsee auf drei Seiten von Land bergend und öffnet sich trichterförmig zum Europäischen Nordmeer.

Die Nordsee allgemein

Die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg für die Handelsschifffahrt von Mittel- und Nordeuropa zu den Weltmärkten. Mit dem angrenzenden Ärmelkanal zusammen ist die südliche Nordsee die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion der Welt. Unter dem Meeresboden der Nordsee befinden sich größere Erdgas- und Erdölreserven. Diese werden seit den 70er Jahren abgebaut. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Fischbestand durch kommerzielle Fischerei vermindert und weitere Umweltveränderungen gibt es durch die Einleitung von Abwässern.

Die Nordsee geht im Südwesten in den Ärmelkanal über und im Osten hat sie über Skagerrak und Kattegat Kontakt zur Ostsee. Wie schon geschrieben öffnet sich die Nordsee im Norden trichterförmig zum Europäischen Nordmeer, das wiederum im Osten des Nordatlantiks liegt. Darüber hinaus wird die Nordsee durch eine gedachte Linie vom norwegischen Lindesnes hin zum dänischen Hanstholm in Richtung Skagerrak abgegrenzt. Zu den wichtigsten Zuflüssen vom Festland her zählen die Schelde, die Maas, der Rhein, die Ems, die Weser und die Elbe sowie die Themse. Die letztere mündet nördlich der Straße von Dover in die Nordsee.

Entstehung der Nordsee

Geologisch betrachtet ist die Nordsee ein altes Meer. Zu beobachten sind die Entstehung und Veränderung des Meeres über einen Zeitraum von etwa 350 Millionen Jahren. Ihre jetzige Form erhielt die Nordsee erst mit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 11.000 Jahren. Langfristig betrachtet ist auch die jetzige Form nur ein Teil der dynamischen Entwicklung der Nordsee. Zu beobachten ist ein Anstieg des Meeresspiegels, der beobachtet über die letzten 7.500 Jahre bei etwa 33 Zentimetern pro Jahrhundert liegt.

Während dem Höhepunkt der Weichseleiszeit, die vor ca. 115.000 Jahren begann und vor 11.700 Jahren endete, lag der Meeresspiegel zum Teil bis zu 120 Meter unter dem heutigen Stand. Die Küstenlinien der Nordsee verliefen etwa 600 Kilometer nördlich der heutigen Linie. Dadurch lagen große Teile der Nordsee damals trocken. Am Ende der Weichseleiszeit lag der Meeresspiegel etwa 60 Meter unter dem heutigen Normalnull. Dabei war die gesamte Südliche Nordsee Festland und die britischen Inseln und das europäische Festland bildeten eine zusammenhängende Landmasse. In den auf die Eiszeit folgenden Jahrtausenden stieg das Wasser an. Im Laufe der Zeit nahm die Geschwindigkeit des Anstiegs ab.

Vor etwa 9.850 bis 7.100 Jahren wurden Teile des Elbe-Urstromtals überflutet und der Ärmelkanal öffnete sich. Das Wattenmeer begann sich ebenfalls zu bilden. Vor rund 5.000 Jahren (3000 v. Chr.) lag der Meeresspiegel an der südlichen Nordseeküste etwa vier Meter unter dem heutigen Stand und zu Beginn der christlichen Zeitrechnung dann nur noch zwei Meter unter heutigem Niveau. Der Meeresspiegel stieg weiter und sank um 1000 wieder ab, bevor er dann wieder in mehreren Schüben langsam wieder anstieg.

Wangerooge im Herbst 2010 - 50

Die Nordsee ist zwischen 13 und 725 Meter tief

Die durchschnittliche Tiefe der Nordsee liegt wie geschrieben bei nur 94 Metern. Im südlichen Gebiet ist sie zwischen 25 bis 30 Meter tief und am Kontinentalhang zwischen Norwegen und nördlich der Shetlandinseln liegt die Tiefe zwischen 100 und 200 Metern. Der gesamte südliche Teil der Nordsee ist maximal 50 Meter tief. Eine Ausnahme bildet die Norwegische Rinne, die durchschnittlich zwischen 250 und 300 Metern tief ist und an der tiefsten Stelle 725 Meter misst. Die flachste Stelle abseits des Küstengebietes liegt in der Doggerbank bei 13 Metern.

Die Temperatur der Nordsee kann im Sommer 25 °C erreichen und 10 °C im Winter. Dabei variiert sie aber stark abhängig vom Einfluss des Atlantiks und der Wassertiefe. Der Salzgehalt des Wasser ist orts- und jahreszeitenabhängig und liegt zwischen 15 und 25 Promille in der Nähe der Flussmündungen und bis zu 32 bis 35 Promille in der nördlichen Nordsee.

Die Gezeiten in der Nordsee

An der Nordseeküste kann man die Gezeiten oder auch Tiden genannt sehr gut beobachten. Die Gezeiten sind Wasserbewegungen der Weltmeere und Ozeane. Die Zeiträume zwischen dem Hochwasser und dem Niedrigwasser werden als Ebbe bezeichnet und die Zeiträume zwischen Niedrigwasser und Hochwasser werden als Flut bezeichnet. Der dabei entstehende Tidenhub beträgt auf dem offenen Meer nur ca. 30 Zentimeter, an der deutschen Nordseeküste hingegen aber bis zu zwei Metern.
In einem extra Artikel haben wir das Thema Gezeiten noch einmal spezieller und ausführlicher unter die Lupe genommen.

Die Nordsee von oben – der Film

In dem Film „Die Nordsee von oben“ sieht man wunderschöne Bilder von der Nordsee und umzu, die man so gar nicht erahnt hätte und niemals zu sehen bekommen hätte. Der Film lief in Kinos und ist bei Amazon auf DVD erhältlich. Ein Trailer des Films zeigt die wunderbaren Aufnahmen:

Die Ostfriesischen Inseln

Aufgereiht vor der niedersächsischen Festlandküste liegen die Ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum. Die Inseln erstrecken sich über eine Gesamtlänge von ca. 90 Kilometern zwischen den Mündungen der Ems und Jade. Der Abstand zum Festland liegt zwischen 3,5 und 10 Kilometern und zwischen den Inseln und dem Festland befindet sich ein großer Bereich des Watts – dieser Bereich ist größer als die Inseln selbst. Zur Seeseite hin verfügen die Inseln über Sandstrände und sind während der Ebbe zum Teil vom Festland aus zu Fuß erreichbar. „Die Ostfriesischen Inseln“ weiterlesen

Dangast – das südlichste Nordseebad

Das Nordseebad Dangast liegt im Landkreis Friesland und ist ein Stadtteil der Stadt Varel. Dangast liegt am südwestlichen Jadebusen und hat knapp 550 Einwohner (Stand Juni 2010). Zwischen Wattenmeer und saftigen Wiesen ergibt sich in Dangast ein gesundes Reizklima. Ein großer Vorteil in Dangast ist, dass Wind und Wetter hier nicht ganz so ungestüm wie direkt an der Nordsee über das Land brausen. Dangast, erstmals erwähnt schon im 11. Jahrhundert, bietet durch die heilklimatischen Faktoren von See und Luft besondere Vorzüge für unterschiedliche Kuren. „Dangast – das südlichste Nordseebad“ weiterlesen

Orkan über Norddeutschland: Böen bis 191 km/h und Sturmflutwarnung

Das Sturmtief „Christian“ ist über Norddeutschland hinweggezogen und hat bisher im Norden zwei Tote gefordert. Eine Frau starb bei Jever durch einen Baum der in ihr Auto krachte und in Flensburg wurde ein Mann ebenfalls von einem Baum erschlagen. In den Regionen Niedersachsen und Bremen stellte die Nordwest-Bahn den Bahnbetrieb vorübergehend ein. Auf der Facebook-Seite äußerte sich die Nordwest-Bahn bedauerlicherweise nicht zu den Vorfällen. Viele Fährverbindungen zu den Nordseeinseln wurden eingestellt. „Orkan über Norddeutschland: Böen bis 191 km/h und Sturmflutwarnung“ weiterlesen

Die Gezeiten – Ebbe und Flut

Gerade hier bei uns an der Nordsee kann man die Gezeiten oder auch Tiden genannt sehr gut beobachten. Die Gezeiten sind Wasserbewegungen der Weltmeere und Ozeane. Die Zeiträume zwischen dem Hochwasser und dem Niedrigwasser werden als Ebbe bezeichnet und die Zeiträume zwischen Niedrigwasser und Hochwasser werden als Flut bezeichnet. Der dabei entstehende Tidenhub beträgt auf dem offenen Meer nur ca. 30 Zentimeter, an der deutschen Nordseeküste hingegen aber bis zu zwei Metern. „Die Gezeiten – Ebbe und Flut“ weiterlesen

Kommt der Herbst noch an die Nordsee?

Hochwasser Varel SchleuseVor ein paar Tagen habe ich mich noch darüber beklagt, dass es hier bei uns in Varel dieses Jahr bisher sehr wenig bis gar keine Herbststürme gab. Heute scheint es sich doch aber ein bisschen geändert zu haben. Seit heute Vormittag bläst der Wind uns schon ordentlich um die Ohren. Bei wetter.com gab es sogar schon eine Wetterwarnung: „Kommt der Herbst noch an die Nordsee?“ weiterlesen

Hochwasser und schönes Wetter sprechen für Dangast

Am Wochenende soll ja laut Wettervorhersagen der Sommer zurück nach Deutschland kommen. In Dangast werden am Wochenende Höchsttemperaturen von 23 Grad erwartet. Für August ist das nicht viel, für den Sommer 2012 heißt es aber, dass man die Temperaturen unbedingt ausnutzen sollte. Wir werden also am Wochenende wohl auch nach Dangast fahren.

Ich persönlich finde Dangast aber nur so richtig schön, wenn denn auch Flut ist. Laut Gezeitenvorausberechnung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie stehen die Chancen in Dangast am Wochenende nicht schlecht. Hochwasser in Dangast wird Samstag um 07.33 und um 20.07 Uhr erwartet. Am Sonntag dann gegen 08.37 und 21.21 Uhr.

Perfekt, um abends an den Strand zu fahren und den Sonnenuntergang, den man in Dangast besonders schön sehen kann, zu beobachten. Wenn es uns denn tatsächlich dorthin verschlagen sollte, dann bringe ich natürlich ein oder zwei Bilder mit, die ich dann häufig direkt auf der Facebook Seite poste. Es lohnt sich also definitiv die Seite zu liken und vor allem auch zwischendurch mal reinzuschauen 🙂

Pfingstwochenende in Dangast sehr gut angenommen

Das Pfingstwochenende geht für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer morgen zu Ende. Viele Schülerinnen und Schüler haben auch noch den Dienstag frei. Auf den Weg nach Dangast merkte man heute aber ganz gut, dass die erste Abreisewelle im Gange ist/war.

Es war überhaupt kein Problem gegen Abend nach Dangast zu kommen. Sicherlich hatten aber einige Probleme aus Dangast wegzukommen. Das war die reinste Blechkarawane, die gar nicht mehr aufgehört hat.

Trotzdem war es auch am Strand und im Kurhaus noch richtig voll. Immerhin war ich dort, als gerade Hochwasser in Dangast war. Das hat man übrigens nicht so häufig. Ich habe bisher gefühlt nur dreimal miterlebt, dass in Dangast Hochwasser war. Das Wasser geht dort nämlich recht früh und kommt entsprechend auch erst spät zurück.

Für die Geschäftsleute in Dangast – und sicherlich auch an vielen anderen Orten an der Nordseeküste – hat sich das Pfingstfest 2012 sicherlich gelohnt. Die Temperaturen haben wunderbar mitgespielt, Wolken gab es fast gar keine und dementsprechend war Pfingsten sicherlich Umsatzstark. Dies bestätigten auch kurze Gespräche mit einzelnen Ortsansässigen.

Die genauen Zahlen werden sicherlich noch ein wenig brauchen und noch ist das Pfingstwochenende 2012 ja auch nicht so richtig gelaufen. Ich bin aber auf jeden Fall gespannt, was da so kommen wird.