Dienstleistungszentrum Varel
Varel

Neues Dienstleistungszentrum für etwa 5,8 Millionen Euro entsteht in Vareler Kaserne

Der Landkreis Friesland möchte nach aktuellem Planungsstand in anderthalb Jahren ein neues Dienstleistungszentrum in der alten Vareler Kaserne eröffnen. Ab November 2013 sollen in dem neuen Dienstleistungszentrum die bisher verstreuten Angebote des Landkreises zentral untergebracht werden. Das Jobcenter (bisher Gorch-Fock-Straße), die Musikschule (bisher Seilerweg und Neumühlenstraße), das Gesundheits- und Jugendamt sowie die Kfz-Zulassungsstelle (bisher alle Windguard-Haus) und die neue Großtagespflege werden in der Vareler Kaserne Platz finden. Über das Angebot des Landkreises hinaus ist in der ehemaligen Soldatenunterkunft auch noch Platz für externe Unternehmen.

Für insgesamt 190.000 Euro hat die Wohnungsbaugesellschaft eines der fünf H-Gebäude und eine Fläche für ca. 200 Fahrzeuge in der alten Kaserne von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft. In die Sanierung, die Erweiterung und den Umbau werden etwa 5,8 Millionen Euro investiert. Das Dienstleistungszentrum wird der Landkreis Friesland dann von der Wohnungsbaugesellschaft mieten. Auch im momentanen Zustand mietet der Landkreis verschiedene Gebäude an und das eigene Gebäude am Seilerweg müsste für mindestens eine Million Euro saniert werden.

Dienstleistungszentrum Varel
Dienstleistungszentrum Varel / © Nordwest Zeitung

Ab September 2012 soll es dann auf dem Gelände der Vareler Kaserne losgehen. Das Gebäude wird erst einmal komplett entkernt, damit alle Leitungen, die Fenster, das Dach und auch die Heizung erneuert werden können. Die Gesamtgebäudefläche von 6450 Quadratmetern erstreckt sich über vier Etagen. Künftig wird der Keller Tageslicht bekommen und steht dann für das Archiv, als Lager und als Proberaum für Schlagzeuger und Band der Musikschule zur Verfügung. Die ehemalige im Dachgeschoss befindliche Sporthalle wird zu einem ca. 200 Quadratmeter großen Saal umgebaut, der künftig für Konzerte, Vorträge und Theater genutzt werden soll.

Zwischen dem Ost- und dem Westflügel befindet sich bisher ein eingeschossiger Verbindungstrakt. Dieser wird aufgestockt, damit die beiden Flügel künftig auf jeder Ebene miteinander verbunden sind. Die zwei bestehenden Treppenhäuser reichen für Brandschutzvorgaben nicht mehr aus, so dass drei weitere gebaut werden müssen.

Es ist zu hoffen, dass durch diese große Investition auch weitere Investoren gefunden werden, die verschiedene Projekte in der Vareler Kaserne oder im benachbarten Gewerbegebiet Vareler Logistik-Port realisieren wollen.

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