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Juist: Deutschlands erstes Gästeorchester geplant

Einmaliges Pilotprojekt: Ein Chefdirigent & Konzertsolisten verhelfen Juister Gästen zur Konzertreife.

Euripides beschrieb „Iphigenie in Aulis“, Goethe dichtete „Iphigenie auf Tauris“, und im Oktober kommt die antike Dame nun auch auf die Insel Juist – in bester Begleitung durch 43 Kurgäste und ihre Instrumente. Fünf Tage lang können Hobbymusiker unter der Leitung von aktiv im Konzertleben stehenden Persönlichkeiten die Ouvertüre der Iphigenie-Oper von Gluck, den zweiten Satz aus dem Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart, ein Concerto von Donizetti und die berühmte 5. Symphonie, genannt „Schicksalssymphonie“ von Beethoven einstudieren – und dabei ein Konzert präsentieren, das es so noch nie gegeben hat.

Gäste spielen für Gäste – nach einem Intensivtraining durch international bekannte Klassikstars. Es ist ein fast schon revolutionäres Pilotprojekt, das Musikbegeisterten hier angeboten wird. Acht Stunden täglich, fünf Tage lang, feilen sie unter Anleitung von Koryphäen an anspruchsvollen Klassikstücken. Die Geigen und Bratschen werden von der in Österreich lebenden, aus Leipzig stammenden Prof. Sylvia-Elisabeth Viertel betreut, die unter anderem auch in Konzertsälen von Südamerika, Mexiko und den USA bekannt ist; Violoncellist Ramon Jaffé, als Solist Gast in vielen der grossen Konzertsäle der Welt, kümmert sich um Celli und Kontrabässe, Klarinettist Dimitri Ashkenazy, der u.a. in der Hollywood Bowl in Los Angeles und im Sydney Opera House auftrat, um die Bläser – der Chefdirigent der Thüringer Symphoniker, Oliver Weder, wird das Orchester auf Zeit zusammenführen, er trägt die musikalische Gesamtverantwortung. Auch für die Musiker ist der Juister Alleingang eine spannende Erfahrung: „Eine ganz neuartige Idee, die kreative Freizeit in einer wundervollen Umgebung zu verbringen“, schwärmt zum Beispiel Ramon Jaffé. „Die Gäste werden künstlerisch betreut von höchst professionell und lebendig leitenden Persönlichkeiten der internationalen Musikwelt“. Nebenbei lernen die Gäste die Künstler auch privat kennen, zum Beispiel beim Plaudern während gemeinsam organisierter Abendessen nach den Probetagen; da kann man Sylvia-Elisabeth Viertel endlich in Ruhe fragen, wie es sich anfühlt, eine 250 Jahre alte Geige zu spielen, Ramon Jaffé von seiner Leidenschaft, den Flamencokonzerten, erzählen lassen oder Dimitry Ashkenazy von seinen vielen Meisterkursen rund um den Erdball. Vielleicht ergibt sich sogar einmal ein gemeinsamer Spaziergang über den 17-Kilometer-Traumstrand der Insel. Krönender Abschluss der Proben: Ein öffentliches Konzert, kostenlos für alle Zuhörer. Ein ganz spezielles Event, auch für den Juister Marketingchef Thomas Vodde: „Wir geben damit Musikinteressierten eine große Chance, auf einer Bühne vor vielen Leuten aufzutreten und damit einen langersehnten Wunsch zu erfüllen.“

Wer mitmachen möchte: Gesucht werden Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässe, Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotte, Hörner, Trompeten und eine Pauke. Kosten: ab 565 Euro p.P. im DZ und ab ab 994 Euro in der Fewo für 2 Musiker für die Zeit vom 23. bis 29. Oktober 2011, inklusive Überfahrt, Unterkunft/Frühstück, gemeinsamer Orchesterunterricht.

Infos: Kurverwaltung Juist, Tel: 04935-809210, email: pauschal@juist.de und www.juist.de.

Text und Bild: Presse / juist.de

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