Die ersten vier Containerbrücken für den Jade-Weser-Port
Wilhelmshaven

Jade-Weser-Port: Eröffnungstermin nicht in Gefahr und 50 Millionen Euro Mehrkosten

Der Jade-Weser-Port (Deutschlands einziger Tiefwasserhafen) soll am 5. August 2012 eröffnet werden. Bislang hat die Realisierungsgesellschaft aber erst 350 Meter Kaje an den Hafenbetreiber Eurogate übergeben. Insgesamt hätten es 1000 Meter sein sollen.

Der Grund dafür sind mittlerweile 225 Schlosssprennungen, die den Zeitplan ins Wanken bringen. Nach einigem hin und her und immer neuen Funden von „undichten“ Stellen in der Spundwand wird in den nächsten sechs Wochen auf den restlichen 650 Metern Kaje eine zusätzliche Betonmauer gezogen. Der verantwortliche Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) ist optimistisch und hält den geplanten Eröffnungstermin für realisierbar. Der Eurogate-Chef Emanuel Schiffer hingegen will vor Mitte Juni keine Zusage machen und hält sich eher bedeckt.

Die Ursache für die Schlosssprengungen ist weiter unklar und jetzt wird mit Hochdruck an der Betonmauer gearbeitet. Dafür werden Betonplatten in das Wasser geleitet und platziert. Taucher prüfen dann, ob alles richtig sitzt, wobei das eher durch tasten als durch sehen geschieht, denn im trüben Wasser des Jadebusens sieht man in 20 Metern tiefe meist kaum die Hand vorm Auge. Die Mehrkosten werden laut Axel Kluth, Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft, rund 50 Millionen Euro betragen.

Die ersten vier Containerbrücken für den Jade-Weser-Port
Die ersten vier Containerbrücken für den Jade-Weser-Port / © geniusstrand.de

Indes wurden aber weitere zwei Containerbrücken abgeladen. Vier der 88 Meter hohen Containerbrücken stehen bereits an ihrem Platz und zwei weitere müssen noch abgeladen werden. In der vergangenen Woche hatte es Gesprächsstoff gegeben, als das Transportschiff mit den neuen Containerbrücken nicht anlegen konnte und sich auf eine Warteposition in der Deutschen Bucht begeben musste.

Ich bin ja gespannt, was es vom Jade-Weser-Port noch so alles zu hören geben wird und ob der geplante Eröffnungstermin tatsächlich gehalten werden kann. Parallel zu den gesamten Arbeiten suchen mehrere Gutachter nach den Ursachen der Schäden. Es wäre doch mehr als blöd, wenn auch im laufenden Betrieb solche Probleme auftreten würden.

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