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Helgoland – nicht die „einzige Hochseeinsel Deutschlands“

Eine weitere bekannte Insel in der Deutschen Bucht ist die Nordseeinsel Helgoland oder auch genannt Deät Lun. Deät Lun kommt aus dem Helgoländer Friesisch und steht für „Das Land“. Im Jahr 1721 zerbrach die ursprünglich größere Insel und seiden existiert die Düne, die häufig auch Nebeninsel genannt wird. Die aus Helgoland und Nebeninsel bestehende Inselgruppe gehört seit 1890 zum deutschen Staatsgebiet. Beides zusammen bildet die amtsfreie Gemeinde Helgoland des Landkreises Pinneberg in Schleswig-Holstein. Helgoland gehört zwar zum deutschen Wirtschaftsgebiet, aber weder zum Zollgebiet der Europäischen Union noch zum deutschen Steuergebiet.

Helgoland – nicht die „einzige Hochseeinsel Deutschlands“

Häufig wird die Nordseeinsel Helgoland auch als „einzige Hochseeinsel Deutschlands“ bezeichnet, was aber weder geographisch noch rechtlich richtig ist. Die Entfernung zum Festland beträgt zwar über 40 Kilometer, trotzdem zählt die Insel noch zur Deutschen Bucht und somit zum Bereich des Festlandsockels. Anders als zum Beispiel Madeira im Atlantik gehört Helgoland nicht zum Tiefsee-Bereich auf hoher See. Die so genannte 12-Meilen-Zone des Festlands, der vorgelagerten Inseln und der von Helgoland überschneiden sich, so dass kein internationales Gewässer die Insel vom Festland trennt.

Die Inselgruppe (Helgoland und Nebeninsel) stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der Helgoländer Bucht dar und das gesamte Gemeindegebiet liegt im Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel. Geschaffen wurde das 51,38 Quadratkilometer umfassende Naturschutzgebiet im Jahr 1981. Die Landfläche beträgt rund 1,7 Quadratkilometer. Davon entfällt rund ein Quadratkilometer auf die Hauptinsel und der Rest auf die Nebeninsel. Helgoland liegt etwa 67 Kilometer südwestlich der Südspitze der Insel Sylt und 47 Kilometer westlich der Westküste der Halbinsel Eiderstedt. Von Helgoland bis Wangerooge sind es ca. 43 Kilometer und bis nach Borkum 95 Kilometer.

Helgoland und die Lange Anna

640489_original_R_K_by_Daniel Gehrtz_pixelio.deIm Süden der Insel finden sich die Landungsbrücken und ein kleiner Sand-Badestrand. Zu den anderen Seiten fällt die Insel mit steilen Klippen bis zu 50 Meter zum Meer ab, welches zum Teil bis zu 56 Meter tief ist. im Nordwesten der Hauptinsel befindet sich ein bekanntes Wahrzeichen der Insel – die so genannte Lange Anna.  Der eta 25.000 Tonnen schwere und 47 Meter hohe Felsen besteht aus roten Buntsandstein und hat eine Grundfläche von 180 Quadratmetern. Zugänglich ist die Lange Anna nicht, aber man kann sie gut vom benachbarten Klippenende aus betrachten. Bis 1860 war die Lange Anna noch durch eine natürliche Felsbrücke mit der Hauptinsel verbunden, doch dann fiel diese Verbindung den Sturmfluten zum Opfer.  Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es Bemühungen die Lange Anna zu erhalten. Dafür wurde in den Jahren 1903 bis 1927 eine fast 1,5 Kilometer lange Schutzmauer errichtet, die die Brandung vom Felssockel feenhaften soll. Im Jahr 1969 erhielt die Felsformation dann den Status eines Naturdenkmals. Heute ist der Verfall durch Frostschäden und andere Probleme kaum noch aufzuhalten. Das Gestein wird mittlerweile von tiefen Rissen durchzogen und somit hat man sich entschieden die Lange Anna ihrem Schicksal zu überlassen. Laut einiger Gutachter besteht die akute Gefahr, dass die oberen zwei Drittel des Felsens abbrechen.

Die höchste Erhebung der Insel ist der Pinneberg. Er erhebt sich 61,3 Meter über NN und ist damit gleichzeitig die höchste Erhebung des Landkreises Pinneberg. Der Berg ist nur über einen Trampelpfad zu erreichen und seit 1998 ist er mit einem eisernen Gipfelkreuz gekennzeichnet.

Links Nordseeinsel Helgoland

Bild: Daniel Gehrtz  / pixelio.de

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