Urlaub und Freizeit an der Nordsee

Dangast: Neue Angebote sollen das Nordseebad bereichern

Club „Sonnendeck“ am Strand, 3D-Atelier im Kurzentrum

Mehr Angebote für den Gast, um den Standort attraktiver zu machen: Mit diesem Rezept will die Kurverwaltung Dangast weiter entwickeln, und als weitere Bausteine sind nun zwei neue Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, wie Kurdirektor Johann Taddigs im Betriebsausschuss mitteilte.

Wieder ein Kiosk am Campingplatz
Die Bäckerei, die schon bisher ein Angebot auf dem städtischen Campingplatz in Dangast vorgehalten hat, wird ihre Leistungspalette deutlich erweitern und in der kommenden Saison den vorhandenen, seit Jahren aber brach liegenden Kiosk auf dem Platz als Pächter betreiben. „Bisher gab es dort ein eher rudimentäres Angebot“, bilanziert Taddigs, „künftig bekommen wir da eine kleine Camping-Klause, wo die Gäste auch mal ein Bier oder eine kleine Pizza bekommen.“ Man sei sich mit dem Inhaber der Vareler Bäckerei über das angestrebte Angebot einig,  so der Kurdirektor, der Eigenbetrieb erhalte als Pacht eine Umsatzbeteiligung, so ist das Risiko für alle Beteiligten gering.

Beachclub „Sonnendeck“
Eine weitere Bereicherung, insbesondere für Familien, wird es in diesem Sommer am Badestrand geben: Der Beachclub „Sonnendeck Dangast“ wird Anfang Juni in der Nähe des DLRG-Turmes am Strand für gastronomische Versorgung und Unterhaltung der Strandgäste sorgen. Dafür werden drei Seecontainer umgebaut und entsprechend dekoriert, Lounge-Möbel und eine Bar runden das Erscheinungsbild ab. Für Kinder wie Erwachsene will das Team vom „Sonnendeck“ ein Unterhaltungsprogramm bieten, angedacht sind etwa ein „Spielschiff“, ein Hörspielhaus und regelmäßige „Gute-Nacht-Geschichten“ für Kinder, während die Eltern im Liegestuhl bei einem Cocktail den Sonnenuntergang genießen können.

Mirko Thumann, Geschäftsführer des „Sonnendecks”, stammt aus Zetel und ist, wie er selbst sagt, nach Jahren im ‚Hamburger Exil‘ zum Wochenend-Vareler geworden. Zunächst habe man sich für den Betrieb des Campingplatzes interessiert, in Gesprächen mit der Kurverwaltung ergab sich dann aber die Idee für den neuen Strandclub. Vorbild sind laut Thumann die Hamburger Beachclubs, wobei das Konzept des Sonnendecks ganz klar die Familie als Zielgruppe in den Vordergrund stelle.

Johann Taddigs sieht auch in diesem Angebot nur Vorteile: „Wir haben eine weitere Einnahmequelle, machen den Badestrand attraktiver und haben so auch noch ein weiteres Argument für den Kauf einer Dangast-Card.“

Neues Leben soll auch in der leer stehenden Gastronomie am Kurzentrum einkehren: In den Räumen, wo bis Ende des Jahres das „Bistro am Alten Deich“ zu finden war, möchte ein 3D-Künstler sein Atelier nebst Ausstellungsraum einrichten. Zwar könne dieser keine Pacht zahlen, würde aber die Betriebskosten übernehmen, so Johann Taddigs. Und eine Bereicherung sei das zweifellos, ganz abgesehen davon, dass jedes Angebot einem weiteren Leerstand vorzuziehen sei. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es schwierig ist, an dieser Stelle dauerhaft erfolgreich einen Gastronomiebetrieb zu führen, bilanzierte Taddigs. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnis müsse man einmal mehr die Existenzberechtigung dieser Räumlichkeiten für die Zukunft in Frage stellen.

Text: Michael Tietz, friebo.de, Bild: Thomas Stallkamp / pixelio.de

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