Bremerhaven

Bremerhaven: 2011 wird wieder ein Windjammer-Jahr

Sieben Rahsegler kommen zwischen April und November – BIS verpflichtet die „Bounty“ zur 37. Bremerhavener Festwoche

Mit der Bark „Simon Bolivar“ der Marine von Venezuela setzt Bremerhaven vom 4. bis 9. April 2011 zwar als Auftakt in das Windjammer-Jahr 2011 einen attraktiven Akzent, aber Deutschlands Hauptstadt der Windjammer hat zwischen April und November auch noch andere maritime Leckerbissen zu bieten: „Alexander von Humboldt“, „Krusenstern“, „Bounty“, „Artemis“, „Sedov“ und „Dar Mlodziezy“ wechseln sich in den kommenden acht Monaten im Neuen Hafen und an der Seebäderkaje ab.

Den Auftakt gibt es vom 4. – 9. April im Neuen Hafen mit dem Segelschulschiff „Simon Bolivar“ (84,40 m lang, 1.650 qm Segelfläche) der Marine von Venezuela. Aber schon einige Tage später, am 20. April 2011, läuft Bremerhavens Lokalmatador „Alexander von Humboldt“ (63 m lang, 1.10 qm Segelfläche) im Neuen Hafen ein. Die „Alex“ kehrt von ihrem Abschieds-Törn in die Karibik zurück in den Heimathafen und hat vorher in London Station gemacht.

Danach stehen mehre Törns an, bevor die 105 Jahre alte Bark nach Travemünde ausläuft und seine große nordeuropäische Abschieds-Reise mit der traditionellen Teilnahme am STI Tall Ships’ Race beginnt. Am 16. September kehrt die „Alexander von Humboldt“ dann nach Bremerhaven zurück und ist dabei, wenn im Fischereihafen am 24. September 2011 die Bark „Alexander von Humboldt II“ getauft wird. Gleichzeitig feiert die DSST Deutsche Stiftung Sail Training ihr 25jähriges Jubiläum. Bis zur Außerdienststellung der „Alex“ und Jungfernreise der neuen Bark „Alexander von Humboldt II“ dauert es dann aber noch einige Wochen.

Zur Tradition im jährlichen Rahsegler-Kalender gehört auch der Besuch der russischen Viermast-Bark „Krusenstern“ (114,50 m lang, 3.553 qm Segelfläche). Das 1926 als „Padua“ in Bremerhaven gebaute Segelschulschiff der Seefahrtsakademie in Bremerhavens russischer Partnerstadt Kaliningrad ist vom 27. – 29. April 2011 angemeldet und wird wieder an der Seebäderkaje liegen. Die „Krusenstern“ wird auch am 12./13. November 2011 das Windjammer-Jahr 2011 ausklingen lassen.

Das größte Segelschulschiff der Welt, die russische Viermast-Bark „Sedov“ (117,50 m lang, 4.198 qm Segelfläche) kommt vom 21. – 23. Mai 2011 nach Bremerhaven und wird an der Seebäderkaje festmachen. Wie die „Krusenstern“ gehört auch die „Sedov“ zu den guten alten Bekannten mit bremischer Vergangenheit: 1921 in Kiel gebaut, fuhr sie viele Jahre als „Kommodore Johnsen“ für den Norddeutschen Lloyd und gehört zu den großen Klassikern der Weltmeere.

Zur Bremerhavener Festwoche gehören immer Windjammer. Das gilt auch für die 37. Auflage des großen Küsten-Festivals vom 27. – 31. Juli 2011. Die BIS Bremerhaven Touristik hat zum Mitsegeln für Tages- und Mehrstunden-Törns die niederländische Bark „Artemis“ (60 m lang, 1.050 qm Segelfläche) gechartert und auch die kleineren Traditions-Segler unter niederländischer Flagge, die schmucke Schoner-Brigg „Wytske Eelkje“ (29 m lang, 430 qm Segelfläche) und den Schoner „Albert Johannes“ (46 m lang, 500 qm Segelfläche).

Neben etlichen anderen Traditionsseglern aber gehört der Nachbau des legendären Expeditions-Seglers der britischen Admiralität HMS „Bounty“ zu den absoluten Highlights der 37. Bremerhavener Festwoche. Mit 39 Metern Länge gehört der Nachbau des Originals von 1784 zwar nicht zu den großen Rahseglern; das Vollschiff repräsentiert aber wie kein anderes Schiff Pioniergeist, harte Seemannsarbeit unter Segeln und internationale Filmgeschichte.

Den Windjammer-Herbst krönt dann vom 10. – 15. September 2011 ebenfalls eine gute alte Bekannte: das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ (109,25 m lang, 2.936 qm Segelfläche) der Maritimen Universität Gdynia. Das weiße Segelschulschiff gehört seit seiner Indienststellung 1982 zu den Stammgästen im Neuen Hafen.

Text: © Presse/bremerhaven.de, Bild: © Klaus Steves / pixelio.de

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